Dampfgaren

Dampfgaren muss nicht immer über einem Wasserbad mit eingehängtem Schiebkorb in einem Topf erfolgen.

Es geht mit den meisten Edelstahtöpfen auch auf einfacherem Weg.

 

Hauptsächlich ist das Dampfgaren für Gemüse, Kartoffeln usw. sinnvoll.

Die Behauptung eines Topfhersteller (nur Direktvertrieb über Heimbesuche), ohne Wasser Nudeln und Reis garen zu können, ist schlicht und einfach Blödsinn und führt bei den Vorführungen immer z. B. zu verbranntem Reis.

 

Auch, dass man keine Fette oder Öle braucht ist ernährungswissenschaftlich höchst bedenklich, da nur beim Garprozess beteiligte Fette und Öle die Vitamine für den Körper aufschließen und so zugänglich machen.

 

 

Vorgehen für das Dampfgaren von Gemüsen und Kartoffeln im Topf:

 

  • Gemüse, waschen, putzen klein schneiden (je kleiner, desto ehr ist das Gut gar; vgl. chinesische Küche)
  • Gemüse in den Topf geben, mit klarem kalten Wasser bedecken, kurz schwenken und dann das ganze Wasser wieder abgießen.
    Das Gemüse kann / soll ruhig tropfnass im Topf bleiben.
  • Wenig Öl oder hochwertiges Butterschmalz zugeben und den Topf noch einmal schwenken (verteilen des Fettes).
  • Topf auf den Herd stellen, Deckel auf den Topf legen und während des ganzen Garvorgangs den Deckel auf dem Topf lassen.
  • Herdplatte, auf dem der Topf steht, aufheizen (wie immer), dann am Deckel vorsichtig fühlen, ob dieser schon heiß ist.
    Ist dies der Fall, ist eine ausreichende Menge Dampf entstanden, in dem das Gemüse garen kann.
  • Die Herdplatte entweder ausschalten (wenn der Boden des Topfes sehr gut die Hitze speichert) oder ganz herunterdrehen und die übliche Garzeit des Gemüses abwarten.
  • Falls man sich nicht sicher ist, kann man je nach Topf diese ausprobieren, um die ideale Garzeit zu ermitteln.

 

Das Verfahren beruht darauf, das Gemüse keine hohen Gartemperaturen brauchen und 100° C (max. Dampftemperatur bei Umgebungsdruck) ausreichen.

Dazu kommt noch, dass aus 1 Teil Wasser bei 100° C ca. 1700 Teile Dampf werden, was eine ausreichend "Umspülung" des Garguts gewährleistet, auch wenn man das Wasser abgeschüttet hat; vgl. Schritte oben.

 

Ergebnis:

Ein Großteil der Vitamine sind im Gemüse.

Sollte man tratitionell mit mehr Wasser kochen, ist das Kochwasser als Grundlage für die Sauce zu verwenden, da im Kochwasser ein gr. Teil der Vitamine gelöst sind und die Sauce die Vitamine dann wieder zum Verzehr bereitstellt.

 

Bevorzugt ist aber das Dampfgarverfahren für Gemüse anzuwenden.