Betriebsanleitung für Maschinen

Diese Gliederung erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit, sondern stellt nur meine Erfahrungen dar, wie eine Inhalts-, Kapitelstruktur einer Betriebsanleitung aufgebaut sein sollte.

Je nach Rechtsraum sind zum Beispiel nicht handlungsorientierte oder lebensphasenorientierte Strukturen vorgesehen, sondern die Kapitelstrukturen müssen nach den Baugruppen aufgebaut werden. Zu den Baugruppenkapiteln gibt es dann wieder funktions- bzw. handlungsbezogene Kapitel.

 

Titelseite (Vorderdeckel bei gebundenem Buch)

  • Produktname
  • Weitere Angaben zur eindeutigen Identifikation
  • Produktabbildung
  • Dokumentationsbezeichnung (wie Betriebsanleitung, Betriebshandbuch,...)
  • Identifikationsmerkmal des Dokuments (wie Handbuchnummer)
  • Stand der Dokumentation (nicht zwingend auf Titelseite, aber dann immer in der Fußzeile der einzelnen Seiten).

Impressum / Herstellerangaben

Bei doppelseitigem Satz ist das Impressum / Herstellerangaben auch auf der Rückseite des Vorderdeckels / Titelseite möglich.

 

  • Name und Anschrift des Herstellers
  • Serviceadressen
  • Weitere Informationen

Inhaltsverzeichnis

  • 3- bis 4-stufig (mehr Stufen sollten in der Gliederung von Informationen verhindert werden).
  • Sind weitere Unterebenen notwendig sind diese nicht im Inhaltsverzeichnis aufzuführen, da die Übersichtlichkeit des Inhaltsverzeichnisses selbst darunter leidet und die kommunikative Funktion des Inhaltsverzeichnisses leidet (K-Fkt. "Überblick über den Inhalt")

Zu diesem Dokument (oder zu dieser Anleitung)

  • Inhalt und Bestimmung des Dokuments darstellen
  • Zusammenhang mit Produkt darstellen (zum Beispiel Weitergabe mit Produkt, wenn das Produkt veräußert wird)
  • Verweis auf weitere notwendige Dokumente und Informationen

Grundlegende Sicherheitshinweise

  • Zielgruppe / Zielgruppen
    • Für wenn ist die Betriebsanleitung geschrieben bzw. welche Teile der Betriebsanleitung wenden sich an welche Zielgruppe von Personen.
    • Qualifikationen der Zielgruppen (Elektriker, Mechaniker, Hydrauliker, ...)
  • Grundlegende Gefahrenquellen darstellen
    • Energiearten, die am Produkt auftreten und die damit grundlegend verbunden Gefährdungen (Strom, Hydraulik, Pneumatik, Mechanische Energiespeicher - Federn, Strahlung (Radioaktivität zur Feuchtemessung, ...).
    • Gefährdungen aus dem generellen Umgang mit dem Produkt, wie zum Beispiel Schneideinrichtungen, Pressen und die durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch möglichen Gefahrenquellen.
    • Flüssigkeiten und Gase, die zum Betrieb notwendig sind
    • Andere Hilfsstoffe und deren eventuellen Gefahren.

Beschreibung (des Produkts / der Maschine)

  • Bestimmungsgemäße Verwendung
    • Das Produkt ist bestimmungsgemäße für folgendes zu verwenden.
    • Naheliegende Missbräuche, wie (Aufzählung des nahenliegenden Missbrauchs) sind zu unterlassen.
    • Weitere Anwendungsmöglichkeiten und deren Vorraussetzungen sind zu beschreiben.
    • ...
  • Produktabbildung mit Benennung der Hauptbaugruppen
  • Bestimmungsgemäße Verwendung mit Hilfe der Produktabbildung und Bezug zu einzelnen Hauptbaugruppen darstellen.

Technische Daten

  • Alle technischen Daten, die zum bestimmungsgemäßen und sicheren Betrieb notwendig sind, müssen dargestellt werden (Vorzugsform ist eine Tabelle).
Benennung Wert Einheit Bemerkung
Gewicht 347 kg  
Länge 3,7 m

 

Breite 2,48 m  
Höhe 3,12 m mit allen Anbauten
Elektrische Spannungsversorgung 400 V 50Hz
Elektrischer Strom max. 12 A  
Druckfestigkeit des Aufstellortes 3,0 N/mm^2

alle Aufstellpunkte der Maschine müssen gelichmäßig tragen.

Untergrundbeispiel Beton B25

...      

Angaben zum Recycling

  • Werkstoffe und Hilfsstoffe und deren fachgerechtes Recycling darstellen.
    • Beispiel:
    • Tragende Teile sind aus Stahl ohne besondere Legierungen
    • Getriebe enthalten Getriebeöl mit Korrossionsschutzzusatz
    • Auswertegeräte sind mit Elektrobauteilen bestückt, die einzelne Kennzeichnungen zum Werkstoff tragen.
    • ...

Transport und Montage

  • Vorbereitende Informationen zu Transport und Montage
    • Transporthilfsmittel und deren Beschaffenheit
    • Umgebungsbedingungen für den Transport und die Montage
    • Qualifiktion des Transpor- und Montagepersonals
  • Schwerpunktslage und Anhängpunkte möglichst in einer Abbildung darstellen
    • Wenn notwendig, auch Detailausschnitte und Bemaßungen verwenden.
  • Montage
    • Montagevorbereitung
    • Grundlegende Gefährdungen bei der Montage
    • Montageschritte
      • Warnhinweise immer vor den Handlungsanleitungen geben!
      • Endziel der Montage darstellen
      • Handlungsschritte der Montage beschreiben
      • Endkontrolle des Montageergebnisses darstellen
  • Endkontrolle nach allen Montageschritten (Checkliste; Vorzugsform Tabelle)

Inbetriebnahme und Stillsetzen


  • Erstinbetriebnahme
    • Voraussetzungen für die Erstinbetriebnahme
    • ...
    • Stillsetzen nach Erstinbetriebnahme

 

  • Allttägliches Inbetriebnehmen
  • Alltäglichse Stillsetzen
  • Stillsetzen für längere Dauer
    • ...
  • Wiederinbetriebnahme nach längerem Stillstand
    • ....
  • Stillsetzen für Demontage und Einsatzortänderung
  • Stillsetzen zur endgültigen Demontage

 

 

 

Betrieb

Instandhaltung (nach DIN 31051:2012-09)

Gliedert sich auf in:

Inspektion

Wartung

Instandsetzung (Reparatur)

Verbesserung

Ersatzteile

Demontage / Recycling

Anhang

  • Schaltpläne
  • Dokumentationen von Zukaufteilen
  • Zulassungsdokumente
  • Baumusterprüfbescheinigungen
  • Zertifikate Dritter
  • Eigenerklärungen
    • EG-Konformitätserklärung
    • Garantieerklärungen
  • ...

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Hinterdeckel bei gebundenem Buch